Leinen los auf der Wasserburg

Frauenchor Friedewald und Shanty-Chor Hersfeld begeistern die Zuhörer

Friedewald. Auf die hohe See entführten der Frauenchor Friedewald und der Shanty-Chor Hersfeld ihre Zuhörer bei einem Konzert in der Wasserburgruine Friedewald. Besser hätte es nicht laufen können beim dritten gemeinsamen Auftritt der beiden Ensembles, denn auch der Wettergott meinte es gut. 250 Besucher fanden laut Mitteilung am Sonntag den Weg in die Wasserburgruine. Unter der Leitung von Tatjana Bauer eröffnete der Frauenchor Friedewald den Konzertnachmittag mit einem bunten Blumenstrauß schwungvoll vorgetragener Lieder. Mit bekannten Stücken wie „Tiritomba“ und dem bekannten Kanon „Hejo, spann den Wagen an“ heizten die Damen mit Unterstützung des Publikums die Stimmung in der Wasserburg an, bevor die „Blauen Jungs“ unter der Leitung von Kapitän Volker Henning mit Volldampf voraus fuhren. „Schiff Ahoi“ hieß es.

Mit schmissig vorgetragenen Shantys wurden die Zuschauer musikalisch auf das Meer mitgenommen. In der Wasserburgruine herrschte eine Atmosphäre von Wellen, Wind und Meer.

Lieder über die sieben Meere wie „Leb wohl mein Heimatland“ und der unvergessene Schlager „Junge komm bald wieder“ von Freddy Quinn begeisterten die Gäste.

Publikum machte mit

Gewohnt humorvoll erheiterte Volker Henning das Publikum mit Anekdoten und Witzeleien. Er animierte außerdem das Publikum zum Mitmachen. Auch Bürgermeister Noll stellte seine Sangeskünste bei dem Stück „Das blaue Band“ auf der Bühne unter Beweis.

Die Darbietungen beider Chöre wurden von den Zuschauern mit reichlich Applaus bedacht, so dass die Akteure um eine Zugabe nicht herumkamen.

Mit „Wir lagen vor Madagaskar“ verabschiedeten sich schließlich die Sängerinnen und Sänger von den Gästen.

(red/czi)

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Marine-Tradition: Besuch beim Ehrenmal bei Kiel

Mit einem Blumengebinde gedachten die Marinekameraden der auf See Gebliebenen. © nh

Die neun Mitglieder der Marinekameradschaft besuchten das Ehrenmal in Laboe bei den Kieler Förden.

Waldhessen. Neun Mitglieder der Marinekameradschaft Bad Hersfeld machten sich im März unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Volker Henning für vier Tage auf den 500 Kilometer langen Weg nach Laboe, dem Ostseebad an der Kieler Förde. So sollten die neuen Mitglieder unter anderem das Marine-Ehrenmal kennenlernen. Dieses Ehrenmal ist eine nationale Gedenkstätte mit internationalem Charakter und zugleich die offizielle Gedenkstätte der Deutschen Marine. Dabei hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, den Marine Stützpunkt der Einsatzflottille 1 in Kiel zu besuchen. Neben der Besichtigung des Tenders „Werra“ erfuhr man von einem ehemaligen Offizier des S 75 „Zobel“ die Aufgabe der Marine in Kiel.

Am nächsten Tag legte die Kameradschaft in der Gedenkhalle ein Blumengebinde nieder, zum Gedenken an die auf See Gebliebenen aller Nationen. Der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Marinebunds (DMB), Alexander Hub begleitete die Bad Hersfelder Kameraden auf den Weg in die unterirdische Gedenkstätte. Es war für alle eine sehr ergreifende Situation, die man nur persönlich, an so einer historischen Stelle erfahren kann. Danach wurde eine rund zweistündige Führung durch das Ehrenmal durchgeführt. Bei dem Rundgang gab es viel über die Geschichte zu erfahren. In der historischen Halle wird die Geschichte der Marine mit Schiffsmodellen und mit anderen Dokumentationen dargestellt. Der über 72 Meter hohe Turm bietet eine tolle Aussicht über die Kieler Förde. Dieser weit sichtbare Turm ist das Hauptmerkmal des Marine-Ehrenmals. 

Quelle: lokalo24.de

Ein Schiff, die Bahn und das Maschinchen

Von Bad Hersfeld bis nach Bremerhaven sind es fuldaabwärts knapp 400 Kilometer. Die Nordsee ist weit, aber so ein kleines Stück von der Waterkant haben wir dank der rührigen Marinekameradschaft auch hier.

Ihr Bemühen darum, eine der neuen Korvetten nach Bad Hersfeld zu benennen, ist höchst ehrenwert – aber vermutlich nicht sehr aussichtsreich. Denn um die Namenspatenschaft für die fünf Schiffe bemühen sich viele, auch größere Städte. Aber wer weiß – vielleicht spricht es sich ja bis ins Verteidigungsministerium herum, wie intensiv die Hersfelder den Kontakt zu den Blauen Jungs gepflegt haben. Hersfeld-Botschafter segeln dank der langen Partnerschaft zum „Zobel“ auf allen sieben Weltmeeren. Aber bis ein Schiff namens Bad Hersfeld die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel hat, dürfte noch viel Wasser die Fulda runterfließen.

Also fahren wir statt Schiff mit Bahn und Bus. Das neue Schülerticket, mit dem jungen Leute künftig für nur einen Euro am Tag durch ganz Hessen fahren können, ist nicht nur ökologisch eine gute Idee. Da möchte man glatt wieder zur Schule gehen.

Keine gute Idee indes ist die Absage des verkaufsoffenen Sonntags und Frühjahrsmarkts in Eiterfeld. Ähnliche Absagen drohen auch anderen Veranstaltungen in der Region. Damit erweisen Kirchen und Gewerkschaften vielen Beschäftigten, die sie ja eigentlich schützen wollen, einen Bärendienst und schwächen den ohnehin schon arg bedrängten Einzelhandel, der unsere Gemeinden lebenswert macht, gegen die Konkurrenz im Internet wie Amazon und Co. Die kennt ohnehin keinen Sonntag.

In meinem Büro habe ich seit Kurzem einen Mitbewohner. „Maschinchen“ wurde der ältere Herr genannt, der früher in Bad Hersfelds Straßen die Menschen mit seiner Geige unterhalten hat. Gemalt wurde es von der Hersfelder Künstlerin Heidi Nübling, deren ausdrucksstarke und farbenfrohe Bilder zurzeit im Verlagshaus der HZ – und deshalb auch in meinem Büro – ausgestellt sind. Kommen Sie gern mal zum Anschauen vorbei. Mein Mitbewohner ist recht still, sehr angenehm, und er hat auch noch nie eine Nachricht vergeigt.

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Bad Hersfeld möchte Namenspatenschaft für neue Korvette übernehmen

Abschied vom Zobel: Der Erste Wachoffizier Kapitänleutnant Fabian Dohnke führte die Abordnung aus Bad Hersfeld im November 2016 ein letztes mal über ihr Patenboot. Im Bild vorne links Bürgermeister Thomas Fehling, daneben Stadtrat Hans Georg Vierheller und der Vorsitzende der Marinekameradschaft Volker Henning (2. v. rechts). Foto: Thomas Landsiedel/Archiv

Bad Hersfeld. Die Marinekameradschaft Bad Hersfeld bemüht sich darum, dass eine der fünf neuen Korvetten der Bundesmarine nach der Kreisstadt benannt wird. Rückendeckung erhält die Initiative nicht nur aus dem Rathaus, sondern auch durch den SPD-Bundestagsabgeordneten Staatsminister Michael Roth, der in einem Schreiben an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen um „wohlwollende Prüfung“ der Angelegenheit gebeten hat.

Rund 40 Jahre lang hat die Marinekameradschaft eine Partnerschaft zwischen Bad Hersfeld und dem Flugkörperschnellboot S75 Zobel gepflegt. Die Crew des Schiffes war regelmäßiger Gast in der Kreisstadt, Vertreter der Marinekameradschaft haben den Kontakt zur Mannschaft gehalten und den Zobel besucht. Mit der Außerdienststellung des Schnellboots endete diese Partnerschaft im vergangenen Jahr.

„Es ist wichtig, dass wir uns jetzt offiziell um die Namensgebung für eine der neuen Korvetten bewerben“, sagt der Vorsitzende der Marinekameradschaft Volker Henning. Aber er weiß auch, dass es viele Bewerber gibt, und dass eine kleine Stadt wie Bad Hersfeld deshalb nicht an erster Stelle steht.

Antwort der Ministerin

Inzwischen hat auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das Schreiben ihres Kollegen Michael Roth beantwortet. Sie würdigte die „die traditionsreiche und intensiv gepflegte Partnerschaft der Stadt“ mit der Besatzung des Zobel. Dies werde auch bei Entscheidungen über künftige Namensgebungen zu berücksichtigen sein.

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Aktualisierung (08.08.2018)

Leider wird es nun doch kein Schiff mit dem Namen unserer Kreisstadt geben. In einem Bericht der Hersfelder Zeitung vom 08.08.2018 wurde dies nun bestätigt:

Marine benennt Korvetten nach Großstädten

BAD HERSFELD. Der Traum der Bad Hersfelder Marinekameradschaft von einem Schiff mit dem Namen Bad Hersfeld ist auf Grund gelaufen. Die fünf neuen Korvetten werden die Traditionsnamen „Köln“, „Emden“, „Karlsruhe“, „Augsburg“ und „Lübeck“ erhalten. Dies hat der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, jetzt den Bürgermeistern der fünf Patenstädte mitgeteilt. Bei der Namensvergabe habe sich die Marine an ihrem Traditionserlass orientiert und Schiffsnamen aus der Geschichte gewählt.
„Diese Entscheidung hatte sich schon länger abgezeichnet,“ sagte der Vorsitzende der Bad Hersfelder Marinekameradschaft, Volker Henning. Sein Verein hatte sich mit Unterstützung von Staatsminister Michael Roth dafür eingesetzt, dass aufgrund der langen und intensiven Patenschaft zum Schnellboot „Zobel“, das außer Dienst gestellt wurde, eines der neuen Schiffe der Marine nach Bad Herfeld genannt wird. „Ich bin aber Realist genug, um zu wissen, dass die Chance äußerst gering war“, sagte Hennig. Die Marinekameradschaft will sich nach dem Ende der Patenschaft zur Crew des „Zobel“ nicht um eine neue Patenschaft zu einem Marineschiff bemühen, sondern sich stattdessen auf die Aktivitäten des Shanty-Chores konzentrieren. Hier strebe man unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr beim Hessentag an. (kai/tl) ZUM TAGE

Was bleibt, ist Fernweh

Kai A. Struthoff über die Verbindung zur Marine

Für alle Seebären, Meerjungfrauen und Hobby-Matrosen wäre es eine feine Sache gewesen, wenn auf den sieben Weltmeeren ein Schiff mit dem Namen Bad Hersfeld als Botschafter unserer Stadt und der Region umhergeschippert wäre. Doch dieser Wunsch hat Schiffbruch erlitten. Zu viele Untiefen, Klippen und Strudel wären zu umschiffen gewesen. „Seemann, lass das Träumen“, heißt es in einem Shanty, die rührigen Mariner werden den Rückschlag wohl verkraften. Schade ist nur, dass damit auch die über Jahrzehnte gepflegte Patenschaft zur Marine den Bach runter geht. Unvergessen die Auftritte der „blauen Jungs“ beim Lolls-Umzug, die ihrem Namen alle Ehre machten, oft schon ziemlich Schlagseite hatten, und doch Stimmung und einen Hauch der weiten Welt in die Täler unserer Heimat brachten. Immerhin bleiben den Marine-Enthusiasten bei uns noch die Seemannslieder, bei denen man dem Fernweh freien Lauf lassen kann. Wie heißt es da:„Ein Schiff wird kommen“ –vielleicht ja doch auch nochmal nach Bad Hersfeld. Ahoi!
struthoff@hersfelder-struthoff.de

Quelle: hersfelder-zeitung.de

 

Leinen los für guten Zweck: Benefizkonzert des Shanty-Chors

Freuen sich über gut gefüllte Spendendose: (vorne, von links) Colin Rimbach und Volker Henning, Vorsitzender der Marinekameradschaft, beim Benefizkonzert in der City-Galerie. Foto: Landsiedel

Bad Hersfeld. „Leinen los!“ hieß es am Samstagvormittag in der City-Galerie beim Benefizkonzert des Shanty-Chors der Marinekameradschaft Bad Hersfeld.

Mit Shanties und Liedern von Wellen, Wind und Waterkant unterstützten die „Blauen Jungs“ die Sammelaktion von Colin Rimbach aus Ersrode zugunsten des Deutschen Kinderhospizvereins. Der Verein hilft und begleitet Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung, deren Eltern und Geschwister. Unter Leitung von Volker Henning präsentierten die „Seebären“ eine attraktive, zum Mitsingen einladende Mischung aus traditionellen und modernen Seemannsliedern, die sicherlich bei vielen die Sehnsucht nach der grenzenlosen Freiheit der Meere weckte. Gute zwei Stunden dauerte die mit viel Applaus bedachte musikalische Seereise, an deren Ende sich Colin über eine gut gefüllte Spendendose freuen konnte.

Vor gut einer Woche, am 10. Februar, war der Zwölfjährige, der seit mehr als drei Jahren unermüdlich für den guten Zweck sammelt, mit dem Deutschen Kinderhospizpreis ausgezeichnet worden (unsere Zeitung berichtete). „Markenzeichen“ Colins sind die bunten „Quietsche-Enten“, die er als Dankeschön für eine Spende überreicht. Mehr als 25 000 Euro sind auf diese Weise bislang zusammenkommen, über 6 000 Enten gingen als Dankeschön an die großzügigen Spender. Ein Wiedersehen mit dem „Blauen Jungs“ gibt es am 20. Mai in der Bad Hersfelder Stadtkirche. Im Rahmen einer festlichen Konzert-Gala treten sie gemeinsam mit dem Shanty-Chor aus Unterhaun und dem Don Kosaken Chor „Serge Jaroff“ auf. Karten sind beim Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele erhältlich.

 

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Abschied von unserem Zobel

Abschied mit Wehmut: Auch Bürgermeister Thomas Fehling war nach Rostock-Warnemünde gereist, um sich von Schiff und Mannschaft zu verabschieden. Fotos: Landsiedel

Rostock-Warnemünde. Mit etwas Wehmut begleiteten nicht nur die Besatzung und die zahlreiche Ehrengäste die Außerdienststellung des Zobel. Auch Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, Stadtrat Hans Georg Vierheller sowie eine Delegation der Marinekameradschaft unter Führung von Volker Henning hatten die lange Reise an die Küste auf sich genommen, um sich von ihrem „Dampfer“ zu verabschieden.

Ende einer Ära

Vizeadmiral Rainer Brinkmann, stellvertretender Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte sollte zwei Stunden später bei der Außerdienststellung des 7. Schnellbootgeschwaders vom Ende einer Ära, ja vom Ende eines Mythos sprechen. Schließlich bildeten die Schnellboote während des kalten Krieges das Rückgrat der Verteidigung im Ostseeraum.

 

Seit Indienststellung der ersten drei Sturmmöwe-Boote im Juni 1956 wuchs die Schnellbootflottille binnen weniger Jahre auf insgesamt 40 Einheiten an. Waren die ersten Boote noch mit veralteten Torpedos ausgerüstete, wurde die Zobel-Klasse, Namensgeber für diese Klasse war das erste Bad Hersfelder Patenboot, später mit drahtgelenkten Torpedos ausgerüstet. Anfang der 1970er Jahre liefen dann die ersten mit Flugkörpern ausgerüsteten Schnellboote aus und ersetzten nach und nach die veralteten Einheiten. Mit der seit 1982 eingeführten Gepard-Klasse, zu der auch das zweite Boot mit dem Namen Zobel gehört, hatten sich die Schnellboote zu einem Waffensystem von beeindruckender Durchsetzungsfähigkeit entwickelt.

Einsatz in Krisenregionen

Seit Ende des kalten Krieges waren die Schnellboote zum internationalen Krisen- und Konfliktmanagement am Horn von Afrika, vor dem Libanon und in der Straße von Gibraltar eingesetzt. Zukünftig werden die Aufgaben der außerdienstgestellten Einheiten durch die Korvetten der Einsatzflottille 1 wahrgenommen. Dort findet auch der größte Teil der ehemaligen Schnellbootbesatzungen eine neue – militärische – Heimat und wird dafür Sorge tragen, dass der reiche Erfahrungsschatz und der ganz besondere Geist der Schnellbootfahrer weiterleben kann.

 

Freundschaft geht weiter

Vor einem letzten Rundgang über das Boot überreichte Bürgermeister Fehling dem Kommandanten des Zobel, Korvettenkapitän Andrè Thimm, noch einen Scheck für die Besatzung und bekräftigte, dass alle ehemaligen Zobel-Fahrer jederzeit in der Kur- und Festspielstadt gern gesehene Gäste seien.

Blick nach vorn

Volker Henning, Vorsitzender der Marinekameradschaft, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dies nicht das Ende der seit 1973 bestehenden Patenschaft bedeutet. Getreu dem Motto „Schnellbootfahrer blicken nach vorn, von achtern kann ja nichts kommen“ plant Henning bereits regelmäßige Treffen mit den ehemaligen Zobel-Fahrern, die im jährlichen Turnus abwechselnd in Bad Hersfeld und Warnemünde stattfinden sollen.

Vielleicht wird die kommende Korvetten-Klasse – zumindest wenn es nach Korvettenkapitän Thimm geht, der sich beim Marinekommando dafür einsetzen will – ja auch Bad Hersfeld-Klasse heißen.

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Mit frischem Wind voraus

Willkommen an Bord: Wogen der Begeisterung lösten die Chöre beim Shanty-Konzert in der Bad Hersfelder Stadthalle aus. Unser Bild zeigt die Gastgeber von der Marinekameradschaft mit dem Vorsitzenden Volker Henning (vorne) Fotos: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Als die Schiffsglocke ertönte und Volker Henning feststellte, dass „alle an Bord“ sind, konnte das große Shanty-Live-Konzert am Samstagabend in der Stadthalle pünktlich beginnen.

„Mit frischem Wind voraus“ hieß das Motto des Abends. Dazu eingeladen hatte die Marinekameradschaft Bad Hersfeld.Tatsächlich erfrischend war dann auch die musikalische Brise, die den Besuchern im Saal um die Ohren wehte. Sechs hessische Shanty-Chöre entfachten mit ihrem modernen Unterhaltungssound einen Sturm der Begeisterung. Nur alle fünf Jahre gibt es diese große Zusammenkunft. „Schade“ haben sich wahrscheinlich viele Besucher am Ende des dreistündigen Konzerts gedacht. Denn Shanties machen einfach gute Laune. Eigentlich haben sie oft traurige Inhalte, es sind die Arbeitslieder der Segelschifffahrt. Doch mittlerweile sind über Generationen hinweg zahlreiche Spaß- und Schunkellieder aus der Seefahrt bekannt und beliebt geworden. Und die Shanty-Rock-Band „Santiano“ hat seit 2012 mit ihrer Erfolgstour den Popularitätspegel der Shantys noch mehr steigen lassen. Man kann sich ihrer aufmunternden Intention eben nicht erwehren.

Wenn die Männer von Wellen und Wogen singen und dabei eine Chorreihe nach rechts und eine Reihe nach links schaukelt, begibt man sich automatisch mitschunkelnd in die Seitenlage. Diesen Effekt sah man beim Konzert in Hersfeld mehrmals. Vor 20 Jahren gab es hier so ein „Familientreffen“, wie es Volker Henning, Vorsitzender und Leiter des Shantychores der Marinekameradschaft, bezeichnete, zum ersten Mal. Mit der Neuauflage des Festes in diesem Jahr feierte die Hersfelder MK ihr 95-jähriges Bestehen. Seit 1961 gibt es den dazugehörenden Shanty-Chor, der damit der älteste seiner Art in Hessen ist. „Wir singen aus vollen Herzen die Lieder von der Waterkant am Fuldastrand“, sangen die 17 Sänger in ihren blauen Fischerhemden. Der Chor der Marinekameradschaft Fulda erntete Lacher mit dem Refrain „Keine Frau ist so schön wie die Freiheit und kein Mann ist so schön wie sein Geld“. Zu den Beiträgen des Shanty-Chores aus Unterhaun zählte das „Ave Maria der Meere“ und „Windjammer“. Der Shanty-Chor Bebra trug unter anderem „Am Golf von Biskaya“ und „Gorch Fock“ vor.

Selbst komponiert

Die Chor-Gäste aus Homberg-Borken gaben „Santiano“, „Lilli Marlen“ sowie ein vom Mitglied Willi Dietz eigens komponiertes Seemannslied zum Besten. Aus gesundheitlichen Gründen hatte der Chor der Marinekameradschaft Lich seinen Auftritt abgesagt, doch die Programmfülle blieb erhalten, da alle anderen ein Lied zusätzlich sangen. Die Shanty-Sänger aus Wetzlar legten nochmals eine Schippe drauf. Zu „I am sailing“ passte natürlich genial die rockige Stimme vom Chorleiter Ingo Ingwersen. Volker Henning erheiterte das Publikum zusätzlich mit einigen Seemannswitzen.

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Eine Seefahrt, die ist lustig

Mächtig in Fahrt: Der zum ersten Mal in Ellis Saal auftretende Shanty-Chor der Bad Hersfelder Marine-Kameradschaft begeisterte das Weiteröder Publikum. „Ober-Seebär“ und Chorleiter Volker Henning, der mit Charme, Engagement und Witz durch das Programm führte, gelang es immer wieder, die vielen Fans der Sänger zum Mitmachen zu ermuntern. Fotos: Apel
 

Weiterode. Das hätte sich Weiterodes Wirtin Elli sicherlich auch nicht träumen lassen, dass sich ihr schöner neuer Saal mitten im waldhessischen Winter in das Motorschiff Elli verwandelt und dass „Seebären und Lachmöwen“ das Kommando übernehmen.

Aber einmal ist immer das erste Mal, und so ertönt am späten Sonntagnachmittag die Traumschiff-Melodie und Moderator Bernd Gerlach kündigt eine Reise mit Anreise an. Hanne (Gerlach) und Beate (Richter) streiten sich als Ursula von der Leyen und Andrea Nahles in Loriot’scher Manier darüber, ob sie chauffeur- und sinnlos in einem Dienstwagen sitzen können oder nicht. Da der Koalitionsvertrag insoweit keine Regelungen enthält, dauert es einige Zeit, bis sie zueinander finden und in schönster großkoalitionärer Manier pfeifen: „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön!“.

Dass das tatsächlich so ist, dafür sorgen die „Seebären“ des Shanty-Chores der Bad Hersfelder Marinekameradschaft. Begleitet von Hans Jakupak und Helmut Löhnert am Schifferklavier, Siegfried Wörner (Schlagzeug), Rainer Vogt (Gitarre) und Roland Finke (Bass) lichten sie die Anker.

Volle Fahrt voraus

Schnell geht es an Bord, wo die Gläser klingen, wo die Matrosen gerufen werden und „in voller Fahrt voraus“ die sieben Meere bereisen. Die von Volker Henning geleitete Sängercrew kommt bestens an, und es dauert nicht lange, bis sich das schon etwas ältere Publikum bei Windstärke 4 vor Cuxhaven zum Mitschunkeln animieren lässt und zum „Lied vom Meer“ die Arme in die Höhe hebt. 

Als die „Lachmöwen“ Hanne und Beate an Bord sind, sinnieren sie an der Poolbar über kräftige, zugleich aber gefühlvoll Klavier spielende Männerhände – über Wunsch und Wirklichkeit, die spätestens dann offenbart, wenn der eigene Mann im Supermarkt mit dem Taschenrechner nach dem billigen Klopapier sucht.

Urkomisch, wenn die eine der anderen gesteht, dass sie einen „Riesenschlumpf“ hat, der abends vor dem Fernseher einschläft und der weit weniger wert ist als ein antikes Überraschungsei.

Auch über Kindererziehung machen sich die beiden Hobby-Kabarettistinnen lustig, und in der Wellnessebene von MS Elli stellen sie fest, dass sie keine „Göttinnen der Jagd“ mehr sind: „Ich sehe überall Bindegewebe bei mir – es findet einfach nicht mehr nach Hause!“ Gut, dass sich die Zwei mit hochhackigen High-Heels trösten können, und dass beim Tragen derselben eine Bewegung entsteht, die die Männer fasziniert.

Bora Bora und Capitano

Mit Südsee-Liedern wie „Bora Bora“ und „Capitano“ übernehmen dann noch einmal die blau-weiß gewandeten Shanty-Sänger das Kommando, ehe es mit Volldampf und Zugaben nach Hause geht. Riesenapplaus und ein „Happy-Birthday-Ständchen“ für Hanne Richter, die am Sonntag 56 Jahre jung wird.

Quelle: hersfelder-zeitung.de

Schunkeln für einen guten Zweck

Bad Hersfeld. Die Freude war groß: Die Sänger des Unterhauner Shanty-Chores spendeten 500 Euro an die Tafel.

Bad Hersfeld. Unter dem Motto "Nimm uns mit Kapitän…" gab der Shanty-Chor Unterhaun anlässlich seines 15-jähriges Bestehens im November 2013 ein Konzert zugunsten der Bad Hersfelder Tafel.Der Reinerlös dieses Konzerts in Höhe von 500 Euro wurde am 20. Januar symbolisch durch eine Scheck­übergabe der beiden Mitglieder des Shanty-Chores Unterhaun Winfried Zinn und Volker Henning an die Leiterin der Bad Hersfelder Tafel, Silvia Hemel, übergeben.Beide Herren engagieren sich seit Jahren auch bei der Hersfelder Tafel und waren die ­Initiatoren für die großzügige Spende, für die sich Hemel herzlich bedankte. Um die guten Taten der singenden Seemänner fortzuführen, veranstaltet auch der Shanty-Chor der Marinekameradschaft von 1920 e.V. Bad Hersfeld am 5. April im Bürgerhaus Neuenstein-Aua ein Konzert, um Freunde dieser Musik mit Seemannsliedern und Shanties zu unterhalten. Auch von diesem Konzert ist der Reinerlös als Spende für die Bad Hersfelder Tafel gedacht.

Quelle: lokalo24.de

Sommerfest der Marinekameradschaft

Bad Hersfeld. Bei strahlend blauem Himmel begann das Sommerfest der Marinekameradschaft in diesem Jahr mit einem maritimen Gottesdienst und Kindergottesdienst

Bad Hersfeld. Bei strahlend blauem Himmel begann das Sommerfest der Marinekameradschaft in diesem Jahr mit einem Maritimen Gottesdienst und Kindergottesdienst zum Motto: "Wenn das Wasser uns bedroht". Er wurde von der Ev. Stadt- und Johanneskirchengemeinde unter der Leitung von Pfarrer Grewe, gestaltet. Die Feier wurde umrahmt vom Posaunen-Chor des CVJM und dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft.

Im Anschluß an den Gottesdienst war auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab wieder Erbsensuppe und leckeres vom Grill. Für die Fischliebhaber wurden Forellen geräuchert. Auch das Kaffee- und Kuchenbuffet hatte wieder guten Zuspruch.

Am Nachmittag sorgen die Shantymen und die Shanty-Band in altbewährter Weise wieder für tolle Stimmung. Es wurde mitgesungen und geschunkelt. Es war wieder ein gelungenes Fest.

Quelle: lokalo24.de